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Spitzenkandidatin Marta Aparicio

Marta Aparicio kritisiert “Reform der Reform”

Als Etikettenschwindel kritisiert Marta Aparicio, Spitzenkandidatin der LINKEN, den neuen Vorstoß von Kultusministerin Marion Schick und CDU-Fraktionschef Peter Hauk zur Werkrealschule. Die Reformvorschläge der Reform, die erst ein Jahr alt ist, zeigten aber, dass dem Kultusministerium im ganzen Land ein scharfer Wind entgegen bläst, sagt Aparicio.

Das Konzept der neuen Werkrealschule sei vor allem eine trickreiche Sparmaßnahme. Sie führe mittelfristig zur Schließung der meisten einzügigen Hauptschulen und zu einer weiteren Benachteiligung der Hauptschüler.  Aufgeschreckt durch den breiten Protest und durch eine Niederlage vor dem Verwaltungsgericht versuche die CDU mit ihrem neuen Vorstoß jetzt wieder Boden gut zu machen. Doch die Bürger werden auf PR-Kampagen der Kultusministerin nicht hereinfallen. Erst kürzlich habe sie das Konzept noch als “eine bahnbrechende und bundesweit einmalige bildungspolitische Innovation“ gelobt.

Die Partei DIE LINKE unterstützt die Positionen des Vereins  “Länger gemeinsam lernen”. Dessen Vorsitzender, der Ravensburger Schulleiter Rudolf Bosch, forderte heute im Südwestrundfunk ein System, das nicht sortiere, sondern stärke, fördere und begleite. Die neueste Pisastudie, so Marta Aparicio, zeige, dass in “keinem anderen Land das soziale Schulumfeld die Leistungen benachteiligter Jugendlicher so stark beeinflusst wie in Deutschland.” Ausgerechnet bei den schwächsten Schülern werde jetzt in Baden-Württemberg gespart. So seien schon heute durch die Schließung beziehungsweise Zusammenlegung kleiner Hauptschulen an vielen „neuen Werkrealschulen“ größere Klassen entstanden.

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